Lage auf Lesbos spitzt sich weiter zu

Derweil spitzt sich die Situation auf Lesbos immer weiter zu. Wie dieser aktuelle Beitrag auf orf.at berichtet,sind die Zustände in dem auf einem früheren Truppenübungsplatz errichteten Lager Kara Tepe noch schlimmer als sie in Moria jemals waren.

Der Winter auf den griechischen Inseln ist kalt, nass und windig. Die Zustände dort sind lebensbedrohlich. Das ist menschenrechtswidrig und eine Schande für ganz Europa. Und Österreich trifft nicht nur aufgrund seiner unterlassenen Hilfeleistung, sondern auch als Scharfmacher eine Mitschuld an dieser Situation.

Aus diesem Grund haben wir die Bundesregierung heute neuerlich aufgefordert, nicht länger vorsätzlich die Rettung von Menschen aus der Lagerhölle von Lesbos zu verhindern. Österreich könnte weit mehr als #144Leben retten, was dringend notwendig wäre.

Angesichts der breiten Hilfsbereitschaft im Land ist es umso trauiger, wie säumig die Bundesregierung hier ist. Nicht nur die aufwändig inzenierte „rasche Soforthilfe vor Ort“ entpuppt sich zunehmend als teure Alibiaktion, auch sonst sind die Fakten über Österreichs internationale Hilfsbeiträge eher ernüchternd.